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Test: BenQ W703D DLP Beamer mit 3D 

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Beamer gibt es nun auch wie Sand am Meer. Da einen richtigen und preislich guten Projektor zu finden ist gar nicht einfach. Dieser Artikel widmet sich dem Beamer von BenQ und ich schildere meine Erfahrungen mit diesem 3D Beamer.

 

Aussehen

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3D Funktionen

Dieser Beamer kann 3D von diversen Quellen über HDMI darstellen. Egal ob Playstation 3, einen 3D fähigen BluRay Player oder auch Inhalte von Youtube über Side by Side oder Top Bottom. Dazu benötigt man zusätzlich eine 3D Brille, die speziell für DLP Beamer geeignet ist. Normale 3D Brillen für Fernseher sind dafür ungeeignet. Sie bekommen das Synchronisiersignal über das Bild mit der DLP® Link™ Technology. Das bedeutet, das der Beamer einen Weißblitz sendet und so die Brille synchronisiert werden kann. Dieser Weißblitz ist nicht erkennbar. Ausserdem kann dieser der W703D 2D zu 3D umwandeln, was aber nicht wirklich empfehlenswert ist. Der 3D Effekt ist dabei stark Filmabhängig. Am Besten gefiel mir der Film Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage (Real 3D) [3D Blu-ray] dort sind die 3D Effekte sehr gut gelungen. Dort kommen auch diverse Sachen zu einem zugeflogen. Bei anderen Filmen erkennt man eher die Tiefenschärfe, die mit einer 3D Kamera aufgezeichnet worden sind.





Bildqualität

Für die 720p Auslösung mit 1280×720 Pixeln macht er ein sehr gutes Bild auch bei 3,20 Metern Diagonale. Dabei muss es nicht unbedingt ein Full HD Beamer sein, die das doppelte kosten. Dank seines 6-Segment Farbrades (RGBCMY) liefert er sehr satte Farben (1.07 Billionen Farben). Die Helligkeit mit 2200 ANSI Lumen ist ausreichend. Bei sehr großen Diagonalen muss doch der Raum recht dunkel sein, um alle Detail zu sehen. Dabei empfehle ich den Ecomodus. Dabei ist der Projektor nur minimal dunkler, dafür ist der einiges leiser und die Lampenlebensdauer erhöht sich auf unglaubliche 6000 Stunden.

Unterschied Eco und Normalmodus

Einstellungen

Es gibt einbige Sachen zum einstellen. Das wichtigste ist meiner Meinung nach, das der Lampenmodus auf Eco ist und das Schnellkühlen ausgeschaltet ist. Ansonsten geht der Beamer sofort aus ohne die Lampe runterzukühlen.

Anschlüsse

Dieser BenQ W703D hat alle neuzeitlichen Anschlüsse. An diesem Gerät befinden sich unter anderem 2 HDMI Eingänge (1.4), ein VGA Eingang,jeweils ein S-Video und Chinch Eingang, ein RGB Componenten Anschluss, Chinch Audio In und Out und ein USB Anschluss. Der RS232 Anschluss ist für Servicezwecke, unter anderem für Firmwareupdates. Der W703D hat also genügend Anschlüsse, die man so benötigt.

Servie

Servicewüste Deutschland. Leider auch so bei BenQ, zumindest was den eMail Verkehr angeht.
Mir ist aufgefallen, dass bei Filmen die oben und unten geteilt sind, also Top-Bottom, funktioniert die Funktion 3D Invert nicht. So muss unter Umständen die Brille falsch rum angezogen werden, falls die Brille kein Umschalter besitzt. Das ist meiner Ansicht nach ein Fehler des Gerätes/Software. Die Originalbrille von BenQ besitzt diesen Umschalter, allerdings ist diese Brille den technischen Stand weit hinterher. Erstens hört man ein leises Summen und zweitens ist der Tragekomfort sehr eingeschränkt, weil das Nasenstück viel zu klein ist. Mit dieser Erkenntnis kontaktierte ich BenQ Deutschland per eMail, um technische Hilfe/Lösungen zu erhalten.

Antwort von BenQ:

Sie brauchen unbedingt die spezielle BenQ 3D-Brille!

Diese Antwort ist schlichtweg falsch. Es gibt viele andere Brillen, die einen Umschalter besitzen und dann funktioniert es auch dann. Warum er nicht darauf eingegangen ist, dass diese BenQ Brille für mich ungeeignet ist, bleibt mir ein Rätsel.

Fazit

Ich empfehle den Beamer Benq W703D auf jedenfall weiter. Mir gefällt das Bild, das projeziert wird. Es ist sehr farbenreich und Kontraststark. Weiters Kaufargument waren 3D Funktionalität, lange Lampenlebensdauer, viele Anschlussmöglichkeiten günstiger Kaufpreis und ein leiser Betrieb. Was das Design angeht, bin ich nicht so zufrieden. Für Deckenmontage, wenn das Gerät auf dem Kopf steht, sieht nicht besonders elegant aus. Was ich mir noch wünschen würde, wären automatisch öffnende und schließende Schutzabdeckung der Linse, so wie man es bei Kompaktfotos kennt. Jedes mal beim anbringen des Deckels verschiebt sich der Projektor und somit auch das Bild.

Vorteile:

  • volle 3D Unterstützung (HDMI 1.4)
  • lange Lampenlebensdauer (bis 6000h)
  • viele Anschlüsse
  • Kontrastreiches und farbenreiches Bild
  • Bildgröße mit Zoom einstellbar
  • Fernbedienung beleuchtet
  • Filterlos
  • bei Eco Modus relativ leise
  • günstige Anschaffung

 

Nachteile:

  • lange Umschaltdauer zwischen verschiedenen Quellen
  • bei großen Bildgrößen leicht verschwommene Ecken
  • 3D bei Top-Bottom nicht umkehrbar
  • Handbuch bei der Webseite BenQ nicht herunterladbar
  • verbesserungswürdiger eMail Support

3 Responses to Test: BenQ W703D DLP Beamer mit 3D

  1. Uasik

    Hallo!

    Können Sie mir bitte sagen, welche Brille Sie jetzt mit dem Beamer für 3D Filme benutzen? Ich habe mir diese hier

    http://www.amazon.de/gp/product/B007R1NTMG/ref=oh_details_o00_s00_i00

    bestellt, der Beamer und die Brille sind aber noch nicht angekommen. Eventuell könnten Sie mir noch einen Tipp zur Leinwand geben? Was haben Sie für eine? Es gibt ja, wie ich feststellen musste, sehr teuere Modelle. Ich habe aber trotzdem noch eine 2,44×2,44 Leinwand für ca.70€ mit einem Gainwert 1 gefunden, die in einem Rollosystem verbaut ist. Lohnt es sich eine Leinwand zu kaufen?

    Vielen Dank im Voraus und schöne Feiertage!

    Beste Grüße, M. S.

     
  2. Daniel

    Hallo Uasik,

    KannstDu mir sagen, ob deine Brille mit dem Beamer. Funktioniert? Ich bin nämlich auch noch auf der suche nach einer günstigen guten brille;)

    Vielen Dank im vorraus!

    Daniel

     
    • Frank myTechBase

      Ich habe meine Brille von ebay.com besorgt. Dort sind sie günstiger als hier in Deutschland. Grundsätzlich funktionieren alle Brillen mit DLP Link Technology. Falls man Filme mit Top Bottom hat, sollte man darauf achen, dass die Brille einen Umschalter hat.

       

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